Geschichte
Die Christianisierung des Nordens war ein prägender Prozess von dem bis heute die jahrhundertealten, aus Feld- und Backstein errichteten Kirchen der norddeutschen Landschaft zeugen.
Die Christianisierung des Nordens war ein prägender Prozess von dem bis heute die jahrhundertealten, aus Feld- und Backstein errichteten Kirchen der norddeutschen Landschaft zeugen.
„In meinem Leben habe ich keinen so edlen Mann gesehen und in keinem Sterblichen so viel Treue gefunden wie in Ansgar“, würdigte ein dänischer König den Benediktinermönch und Bischof. Als päpstlicher Legat für die Missionierung der Nordvölker und der Slawen war er trotz großer Rückschläge der Wegbereiter für das Christentum in Skandinavien und Nordelbien.
Einsam waren unsere langen Wege durch die endlosen und oft undurchdringlichen Wälder Holsteins vor tausend Jahren. Nie ging einer von uns allein. Überall konnten Gefahren lauern. Die Wege waren nicht einfach zu gehen. Leicht hätten wir uns auch verirren können. Das Unterholz überwucherte unablässig ausgetretene Pfade. „Isarnho“, Eisenwald, wurde die Gegend genannt.
Nur drei Wegstunden östlich von Faldera begann das Gebiet der Slawen. Die Wege dorthin führten durch dichte Wälder und Moore. Wir Missionare begegneten kaum einer menschlichen Siedlung.
Die Angst vor den Mächten der Finsternis und der Natur konnten wir Missionare den Menschen damals nicht nehmen. Geschichten vom Teufel machten die Runde. Der Glaube an Zauberei und Hexerei prägten ihren Alltag.
Bereits die Benediktinermönche des Klosters Harsefeld (1102 bis 1648) schützten den Naturwald Braken. Sie erklärten den Wald für schützenswert und bewirtschafteten ihn nachhaltig. Seit 1989 stehen der Wald und die angrenzenden Moorflächen unter Naturschutz. In der Stader Geest bildet der 654 ha große Wald das größte naturnahe Laubwaldgebiet. Im Winter bietet der Wald Schutz vor den eisigen Temperaturen und Wind, im Sommer spendet er Kühle und Schatten.
Er zieht sich durch ganz Harsefeld, prägt das Gesicht und Erscheinungsbild des Ortes und ist das Ziel in der Natur, wenn das Wetter schön ist – der Harsefelder Klosterpark. Im Osten liegen im Klosterpark die St. Marien- und Bartholomäikirche, das Museum und der Amtshof mit der Friedrich-Huth-Bücherei und Gastronomie im Klosterkeller, im Westen des Parks befinden sich die Klosterteiche mit Rosenbornquelle, Eissporthalle, Freibad, Campingpark und Abenteuerspielplatz.