Von der Idee zum Radfernweg

Entwicklungsgeschichte des Mönchswegs

Die Idee des Mönchswegs entstand im Jahr 2003 aus dem Wunsch zweier Bürgermeister in Schleswig-Holstein, entlang einer gemeindeverbindenden Kreisstraße einen straßenbegleitenden Radweg zu schaffen. Ein überregionaler Radfernweg würde helfen Fördermittel zu bekommen, die Entwicklung einer touristischen Route begann. Es bildete sich die Lenkungsgruppe Mönchsweg, bestehend aus je einer/m Vertreter/in der vier politischen Kreise sowie der Evangelisch-Lutherischen und der Katholischen Kirche.

Mithilfe einer Förderung durch das Amt für Ländliche Räume Lübeck und Förderfond Nord der Hamburg Randkreise erfolgte 2005 – 2007 der Aufbau eines landesweit einmaligen Projektes zwischen Kirche und Staat. Neben dem umfassenden Innenmarketing zur Einbindung möglichst vieler Akteur*innen aus Kommunen, Kirchen und Tourismus wurde das Außenmarketing mit grafischem Konzept, Radwanderkarte, Flyer und Infohotline aufgebaut sowie der Routenverlauf entwickelt und beschildert.

2007 fand die feierliche Eröffnung in Oldenburg in Holstein unter Teilnahme der damaligen Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter und dem Alt-Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp sowie des Ministerpräsidenten P.-H. Carstensen und dem Landrat Reinhard Sager statt. 2009 startete eine dreijährige Optimierungsphase der radtouristischen Infrastruktur am Weg mit finanzieller Unterstützung durch das Zukunftsprogramm Wirtschaft (ZPW) und den Förderfonds Hamburg/ Schleswig-Holstein. 

2011 wurde der Verein Mönchsweg als Träger des Radfernweges mit Geschäftsstelle im Mai gegründet. Mitglieder sind Kommunen und Kirchengemeinden sowie Leistungsträger und Einzelpersonen. Die zentrale Geschäftsstelle des Vereins nimmt seitdem die Aufgaben der Vermarktung des Weges sowie der Vereinsführung wahr.  Die Streckenerweiterung in Dänemark als „Munkevejen“ von Rødby bis Roskilde folgte im Juni 2011.

2014 fand die Eröffnungsfeier für die Strecke von Bremen bis Wischhafen im Klosterpark Harsefeld statt. Für die Trägergemeinschaft der beteiligten Kommunen, touristischen Verbände und Vereine sowie der Kirchengemeinden in Bremen und Niedersachsen arbeitet eine Lenkungsgruppe in enger Kooperation mit dem Trägerverein und der Geschäftsstelle in Schleswig-Holstein zusammen.