Labskaus und Stader Hansemahl

Labskaus ist seit Jahrhunderten als Matrosengericht bekannt und gehört in Norddeutschland und Skandinavien zu den bekanntesten Gerichten. Regional unterscheiden sich die Rezepte allerdings stark. In Norddeutschland besteht das Gericht zumeist aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Roter Beete, was zusammen durch den Fleischwolf geht. Dies sind alles Lebensmittel, die sich an Bord der Schiffe lange halten konnten. Serviert wird es als Teil der traditionellen Hausmannskost mit einem Spiegelei, Gewürzgurken und Matjes oder auch anderem Fisch. In Bremen gibt es einen Rollmops dazu. Viele Restaurants in Norddeutschland haben Labskaus auf der Karte. Im Vergleich ist Labskaus in Skandinavien ein Eintopf mit Kartoffeln und Fleisch. In Stade wird jedes Jahr beim Stader Hansemahl gemeinsam Labskaus gegessen.

Stader Hansemahl

Die Zutaten für das Jahrhunderte alte Matrosengericht Labskaus ließen sich gut auf den Schiffen aufbewahren. Nach traditionellem Rezept wird Labskaus auf einer Grundlage aus Kartoffeln und Roter Bete mit durchgedrehtem Pökelfleisch und Hering hergestellt. Beim Stader Hansemahl wird mit eben diesem Gericht in der Altstadt gefeiert. Die Brüderschaften der Stadt richten ein gemeinschaftlichen Labskaus-Essen für jedermann aus. An Bänken und Tischen, die rund um das Hafenbecken des alten Hansehafens aufgestellt werden, wird das traditionelle Gericht der Seefahrer serviert. Das Hansemahl 2025 findet am 17. Mai statt.