Das Gebiet nördlich der Elbe wurde in drei Schüben christianisiert.
Im 8. Jahrhundert ging die Mission von angelsächsischen Mönchen aus. Sie wurden verstärkt, nachdem Karl der Große die Sachsen unterworfen hatte. Der römische Kaiser beauftragte Willehad, den späteren Bischof von Bremen 780, die Mission zwischen Unterweser und Unterelbe und wahrscheinlich auch in Nordelbien voranzutreiben, wo die die Christianisierung der sächsischen Stämme der Holsten, Stormere und Dithmarscher beginnt. In Nordelbien wirkte vor allem der erste Hamburger Erzbischofs Ansgar (801-865), der Apostel des Nordens.
Im 10. Jahrhundert ging die Mission in Nordelbien unter Adaldag, dem Erzbischof von Hamburg-Bremen (937 – 988), voran. 948 wurden die Bistümer Schleswig, Ribe und Århus gegründet. Die sächsischen Stämme der Holsten, Stormarn und Dithmarscher waren fast vollständig zum Christentum bekehrt. Anders sah es jenseits des Limes saxonaie aus. Zwar ließen sich slawische Fürsten wie der Abodritenfürst Gottschalk taufen, aber die meisten Slawen hielten an ihrer alten Religion fest.
Die dritte Missisonswelle geht auf Vicelin, den Apostel Wagriens, zurück. 1127 gründete er zuerst in Neumünster, sieben Jahre später in Segeberg die ersten Augustiner-Klöster. Es folgten Kirchengründungen in Bornhöved und Bosau. 1138/39 schließlich gelang es, die Slawen zu unterwerfen. Zehn Jahre danach wurde das Bistum Oldenburg wieder errichtet, deren Bischofssitz 1160 in die aufstrebende Handelsstadt Lübeck verlegt wurde.
Somit galt die Christianisierung im westlichen, altholsteinischen Teil um 1050 als abgeschlossen, während sie in Ostholstein bis 1200, in Lauenburg bis 1230 dauerte. Damit war die Christianisierung von Nordelbien endgültig vollendet.
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