Eutin

Geheimnisvoll von Hügeln umgeben, im Dunklen des Waldes verborgen, liegt der Ukleisee auf dem Weg von Malente nach Eutin. Wo einst eine saftige grüne Wiese lag, versprach nach einer alten Sage ein junger Ritter einem armen, schönen Mädchen die Ehe. Doch er brach sein Versprechen, das Mädchen starb vor Gram und erschien bei der Hochzeit des Ritters, welcher zu Tode erschrocken umfiel. Ein gewaltiges Gewitter versenkte mit seinen Regenmassen die kleine Hochzeitskapelle, der Ukleisee entstand. Man sagt, noch heute seien an stillen Sommerabenden die Glocken aus dem Wasser zu hören.

Im 18. Jahrhundert liebte die Eutiner Gesellschaft das Lustwandeln an diesem sagenumwobenen See, bot er doch zum gesellschaftlichen Leben Eutins den ruhigen Gegenpol, und ließ 1776 das kleine barocke Jagdschlösschen als Dependance zum Eutiner Schloss bauen. Auch heute noch zeigt die Kreisstadt einen faszinierenden Ausschnitt ihrer Vergangenheit: Historischer Marktplatz mit angrenzender Altstadt, mittelalterliche Fachwerkhäuser und klassizistische Bauwerke. Von den Slawen, die Eutin seinen Namen (Utin) gaben, ist kaum noch etwas zu spüren, wohl aber von der christlichen Tradition: am Ort des Eutiner Schlosses hatte einst Bischof Gerold, Vicelins Nachfolger, sein Haus gebaut. In der gleichen Zeit liegen die Anfänge der ursprünglich romanischen Stiftskirche St.Michaelis.
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